Archiv der Kategorie: Allgemein

Schätze aus 100 Jahren Wichern-Verlag

Der Wichern-Verlag wird im Oktober einhundert Jahre alt. Wir heben 100 Schätze aus 100 Jahre Wichern-Verlag in unserem nicht gut sortierten Archiv.

4. Schatz aus dem Jahr 1940

Die Kunst der Kirche von Winfried Wendland ist ein Kunstführer durch die neu erbauten Kirchen, Kapellen und Gemeindehäuser seit 1933.

Die Kunst der Kirche

Das Buch mit sehr vielen Abbildungen von neuen Kirchengebäuden in ganz Deutschland zeugt von der Architektur dieser Zeit. Von der Ernst-Moritz-Arndt Kirche in Berlin oder Kirchen in Nürnberg, Bamberg u.a.

Zitat Seite 15 ff: „Man hat in der jüngsten Vergangenheit eine Fülle von Versuchen gemacht, die den Kirchbau mit den modernsten Mitteln fortführen wollten. Hierbei sind entscheidende Fehler begangen werden. Nicht daß die modernen Konstruktionen falsch gewesen wären. Wir haben als heutige Menschen die Aufgabe und die Pflicht, mit unseren Kenntnissen und unseren Mitteln und Materialien zu bauen und aus ihnen die schönsten Lösungen zu entwickeln. Der Fehler lag vielmehr darin, daß man aus einer Materialgerechtigkeit zu einer Materialvergötzung kam, die uns in eine geistige und vor allem in eine künstlerische Verödung hineingeführt hat. Diese Haltung ist heute überwunden. EIne neue große künstlerische Entwicklung hat eingesetzt. Mit seinen Bauten hat der Führer der Architektur wieder den bedeutenden Platz unter den Künstlern zugwiesen, die ihr als Schafferin und Ordnerin des Raumes zukommt….. .

3. Schatz aus dem Jahr 2000 (sogar noch lieferbar)

Kinder, Kirche und Karierre

Kinder, Kirche und Karriere

Das Buch ist zwanzig Jahre alt. Theologinnen, Publizistinnen und Poltikerinnen mit kirchlichem Hintergrund erzählen von ihren Erfahrungen zwischen Rabenmutter und Nur-Hausfrau. Sie berichten von den alltäglichen Hindernissen und Hilfen, den kleinen Organisationsproblemen und großen Visionen auf dem Weg durch die Jahre der Doppel- und Dreifachbelastung. U.a. Regine Hildebrandt (+), Margot Käßmann, Christine Lieberknecht und Gudrun Althausen (+) kommen zu Wort.

Es wird spanndend sein, die heutige Situation auch unter Corona-Zeiten zu vergleichen. Hat sich wirklich etwas verändert?

Das Buch ist zum Sonderpreis bestellbar.

2. Schatz aus dem Jahr 1948

Kirche in der Welt von Dr. George Bell, Bischof von Chichester

George Bell Reden und Aufsätze
George Bell Reden und Aufsätze

übersetzt von Rudolf Weckerling

1948 Wichern-Verlag Herbert Renner KG. / Berlin -Spandau

100 Jahre

Aus dem Vorwort:

…. Die Schriftenreihe „Kirche in der Welt“ will die Aufmerksamkeit der Christen in Deutschland auf Probleme lenken, die für das christliche Gewissen besonders dringlich sind und von Christen aus anderen Ländern wegweisend angefaßt wurden.

Wenn wir als erstes Heft einen Auszug aus der Botschaft des Bischofs von Chichester für die deutsche Christenheit veröffentlichen, tun wir es vor allem aus tiefer Dankbarkeit für die ökumenische, Völker versöhnende und verbindene Arbeit des englischen Kichenmannes. Aber darüber hinaus möchte dieses Heft uns Deutschen zeigen, wie ein Mann der Kirche die verwickelten Fragen der großen Politik anfaßt und von Gottes Willen her denkt. …… „

„Kein Volk sollte ein politisches System wie dem Nationalsozialismus dulden…“ aus dem Brief an seine Freunde in der Evangelischen Kirche in Deutschland am 14. Februar 1946

Kaiserin Auguste Victoria

125 Jahre Kaiser-Wilhlem-Gedächtniskirche in Berlin

125 Jahre Kaiser-Wilhlem-Gedächtniskirche in Berlin – das jährt sich am 1. September 2020.

Vor 125 Jahren im Jahr 1895 weihte das Kaiserehepaar Wilhelm II. und Auguste Viktoria zu Ehren Wilhelm I. die Kirche ein. Wie es um diese Zeit in der schnell wachsendenen Stadt um die Bevölkerung und das geistliche Wohl stand, wusste Kaiserin Auguste Viktoria nur zu gut. Dank Ihr wurden viele Kirchen in den nachfolgenden Jahren gebaut. Das in der Portät-Reihe von Angelika Obert erschienene Buch „Auguste Viktoria – Wie die Povinzprinzessin zur Kaiserin der Herzen wurde“ gibt Auskunft über das turbulente Zeitgeschehen. Nach der Lektüre sieht man so manches Kirchengebäude mit anderen Augen. Hier geht es zu Informationen der Kirchengemeinde zu Veranstaltungen im Jubiläumsjahr.

Rudolf Bultmann: Theologe und Märchenschreiber

Rudolf Bultmann: Theologe und Märchenschreiber

Heute am 30. Juli 2020 ist der 44. Todestag von Rudolf Bultmann. Der namhafte Theologe schrieb seiner zukünftigen Frau Helene in den Jahren 1916 und 1917 Märchen. Sie war erkrankt und sollte sich durch die Märchen ablenken und gesunden.

Vielleicht sind die Märchen um Klumpe-Dumpe auch heute ein „Gesundmacher“, weil Sie die Realität ganz weit weg schiebt. Ablenken tun sie in jedem Falle. Wir legen Ihnen die ganz untheologischen Märchen ans Herz.

Hier geht es zum Link des Webshops https://www.wichern.de/produkt/bultmann-wachen-und-traeumen/ mit allen weiteren Angaben des Buches.

Erinnern: Synode der Bekennenden Kirche 1945

Erinnern: Synode der Bekennden Kirche 1945

Vor 75 Jahren am 29. Juli begann in Berlin- Spandau die Synode der Bekennenden Kirche. Es ging um Schuld und Vergebung, noch lange nicht um Aufarbeitung und Zukunftspläne.

Wie Frauen in der Bekennenden Kirche WIderstand leisteten, zeigt das Buch von Rudolf Weckerling „Frauen im Kirchenkampf“. Aber auch in anderen Titeln unseres Verlages geht es um die Evangelische Kirche während der Nazi-Zeit.

Am Tag des Augsburger Friedensfestes am 8. August das Darmstädter Wort des Bruderrates der Bekennenden Kirche. Am 19. Oktober 1945 wurde das Stuttgarter Schuldbekenntnis u.a. durch Otto Dibelius und Martion Niemöller verlesen und zeigt die Mitschuld der Evangelischen Christen an den Verbrechen des Nationalsozialismus.

Das Kuppelkreuz mit Inschrift

Im neu konzipierten „Humboldt-Forum“ scheiden sich die Geister, warum ein Kuppelkreuz mit Inschrift sein muss.

Im Porträt „Auguste Victoria“ von Angelika Obert zeigt sich, wie existenziell der Glaube in der damaligen Zeit war und wie Auguste Vicoria ihn auch lebte. Das Buch ist eine Zeitreise in das preußische Berlin. Als sie 1921 im holländischen Exil starb, wurde ihr Leichnam nach Potsdam zurückgebracht. 200000 Menschen nahmen von ihr Abschied. Ein Trauerkranz kam von der Ortsgruppe der SPD.

Tauchen Sie ein in die Welt der Gründerzeit mit dem wunderbaren Porträt.

Bildhauer Waldemar Otto gestorben

Waldemar Otto
Waldemar Otto Werke in Berliner Kirchen

Am 8. Mai 2020 ist der Bildhauer Waldemar Otto im Alter von 91 Jahren gestorben. Der 1929 als Sohn des Pastors einer deutsch-evangelischen Gemeinde im polnischen Petrikau geborene Künstler arbeitete und lebte seit den 1970-er Jahren im Künsterdorf Worpswede bei Bremen.

Die Skulpturen von Waldemar Otto stehen in Berlin, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Rostock. Seine Werke umfassen vor allem sakrale Themen.

Seine Vorbilder im Inhalt waren Otto Dix und Käthe Kollwitz, seine Vorbilder in der Bildhauerei waren gerhard Marcks, Hermann Blumenthal und Waldemar Grzimek.

Der Bildband zu den Werken Waldemar Ottos in Berliner Kirchen aus unserem Verlag ist für 7,50 Euro lieferbar.

Hier geht es zu einem Nachruf im Berliner Tagesspiegel vom 16. Mai 2020

Missionsbuchhandlung

Bücher sind „Über“-Lebensmittel -Buchhändler müssen überleben!

Liebe Lesende, wir möchten Sie ermuntern, Kontakt zu Ihren regionalen Buchhändlern aufzunehmen. Sie sind das Rückgrat unserer Verlage und sind auch von der Corona-Krise betroffen. Viele regionale Buchhändler liefern Ihnen die Bücher nach Hause oder haben sogar eigene Online-Shops. Ihr Buchhändler des Vertrauens ist für Sie da! Auch unsere Bücher können Sie dort bestellen. Oder verschenken Sie Gutscheine. Noch nie waren sie so wertvoll, wie heute.

Die Berliner Missionsbuchhandlung darf noch öffnen. Wie auch die Buchhandlung im Johannesstift. Helfen Sie mit und unterstützen Sie mit Ihren telefonischen oder persönlichen Bestellungen das Überleben des Buchhändlers an der Ecke. Wir wünschen Ihnen gesegnete Ostern und bleiben Sie gesund!

dorothee sölle Poesie als Gebet

Welttag der Poesie

Dorothee Sölle und die Poesie

Zum Welttag der Poesie wurde der 21. März von der UNESCO ausgerufen. Dieser Tag wird seit 2000 jedes Jahr gefeiert. Er soll an „die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern“. Weiterhin soll ein interkultureller Austausch gefördert werden.

Der Gedenktag soll auch dazu beitragen, dem Bedeutungsverlust der Poesie entgegenzutreten. Im 19. Jahrhundert seien, so der Literaturwissenschaftler Nikolas Immer, 20.000 Lyriksammlungen allein im deutschsprachigen Raum veröffentlicht worden – eine Zahl, die inzwischen utopisch erscheint. Mit dem Aktionstag soll gezeigt werden, dass die Poesie auch im Zeitalter der neuen Informationstechnologien einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben einnehmen kann. (Quelle: Wikipedia)

Wir möchten Ihnen „Dorothee Sölle Poesie als Gebet“ an diesem Tag ans Herz legen- eine Biografie in Gedichten herausgegeben von Barbara Zillmann.

Christine Bergmann: Von Null auf Hundert

Erinnern Dresden 13. Februar 1945

Die gebürtige Dresdnerin Christine Bergmann und spätere Familienministerin und Missbrauchsbeauftragte erinnert sich im ersten Kapitel des Buches „Von Null auf Hundert“ an den 13. Februar 1945.
Auszug aus dem Buch Kapitel: Dresden brennt – Kindheitsstationen:
„Ich vergesse alle Geburtstage, mitunter meinen eigenen, aber den 13. Februar 1945 vergesse ich nicht. Der 13. Februar ist der Tag des Untergangs von Dresden. Meine Kindheitserinnerungen fangen mit diesem Tag an, fünfeinhalb Jahre war ich damals alt. An frühere Zeiten kann ich mich nicht erinnern, ich bin eine Spätentwicklerin. Die Erwachsenen meiner Kindheit haben immer von dieser wunderbaren Stadt Dresden gesprochen, die ich so nie erlebt habe, weil ich noch zu klein war. Ich habe sie erst als Trümemrstadt kennengelernt. Der 13. Februar, der Tag, an dem die amerikanischen und englischen Bomber die Stadt in Schutt und Asche legten, ist wohl für alle Dresdnerinnen und Dresdner ein Tag, den sie einfach nicht vergessen.
Die Angriffe waren die Hölle. Beim ersten Angriff gegen 22 Uhr saßen wie in der Küche. Wir, das waren zwei Frauen, meine Mutter und ihre Schwägerin, mit fünf kleinen Kindern. Wir waren nicht wie sonst in den Bunker des nachbarhauses gegangen. Auch vorher hatte es bereits Angriffe gegeben, aber keiner hatte geahnt, was in dieser Nacht passieren würde. …..“ Christine Bergmann

Erinnern 1933-1945

Wider jede Verfälschung des Evangeliums
Wider jede Verfälschung des Evangeliums

Die Kirchengemeinden in Berlin-Brandenburg 1933 bis 1945

Die regionale Kirchengeschichte in der Zeit des Kirchenkampfes ist geprägt von den politischen Konflikten zwischen totalitärem Gleischaltungsversuchen und mutigem Bekenntnis zum unverfälschten Evangelium. Mit der Beschreibung ausgewählter Kirchenkreise in Berlin-Brandenburg entsteht ein zeitnahes Bild vom Gemeindeleben im „Dritten Reich“, das auf sehr unterschiedliche Weise die kirchenpolitische Auseinandersetzungen spiegelt.

Ein ausführlicher Literaturbericht gibt Überblick über den Stand der Erforschung von Gemeindegeschichte in dieser nach wie vor gern verdrängten Zeit.

Das Buch erschien 1997 und ist bis heute eine Fundgrube des Erinnerns, heute aktueller den je. Dem Herausgeber Erich Schuppan (+) sei großer Dank für die Mühe der genauen Recherche und wissenschaftlichen Begleitung.

Mehr zu dem lieferbaren Buch gibt es hier.

Elly Heuss-Knapp von Ulrike Strerath-Bolz

Eine nachhaltige First Lady

Vor 70 Jahren gründete Elly Heuss-Knapp das Müttergenesungswerk. Ihre Idee wirkt bis heute und hilft jährlich unzähligen Müttern mit Kindern.

Elly Heuss-Knapp brachte Ihre Ihre Familie während des Krieges über die Runden, indem Sie Werbetexterin war. Sie durfte als Lehrerin nicht arbeiten, Ihr Mann, der spätere Bundespäsident Theodor Heuss hatte Berufsverbot.

Wer mehr über die starke Frau an der Seite des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland erfahren will, dem sei die Biografie von ihr ans Herz gelegt.

Sibylle Sterzik: Zweites Leben Organtransplantation Sterzik Zweites Leben

Organspenden ja/nein?

Organspenden ja/nein? Oder sind Sie noch beim „vielleicht“? Am 16. Januar 2020 entschied der Bundestag sich mehrheitlich gegen eine Widerspruchslösung. Das bedeutet, dass nur der Organspender wird, der sich eindeutig dafür entschieden hat. Krankenkassen und Verbände sollen nun den Bürger umfassend informieren und aufklären. So soll die Anzahl der Spenderorgane erhöht werden.

Sibylle Sterzik hat in Ihrem Buch „Das zweite Leben“ betroffene Menschen befragt, aber auch Ärzte und Seelsorger kommen zu Wort. Das Buch kann helfen, sich ein eigenes Urteil zu bilden und damit eine Entscheidung zu treffen.