Totenbuch Ketschendorf 1945 bis 1947

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Beschreibung

Totenbuch Ketschendorf 1945 bis 1947

Totenbuch Ketschendorf 1945 bis 1947 enthält die Namen der Menschen die im sowjetischen Speziallager Nr. 5 Ketschendorf gestorben sind.

Zum Buch:

Wisst ihr wo unsre Toten liegen?
im „Wäldchen“, unter grauen Hügeln
ruhen sie aus von allem Leid,
ohne Sarg und ohne Kleid.
Bald wird der Wind eure Gräber verwehn,
eure Namen in unsrem Gedächntnis stehn.

Aus dem Ketschendorfer Lagergedicht, Verfasser und Entstehungszeit unbekannt

Das Totenbuch enthält die Namen von über 4700 deutschen Zivilisten, darunter zahlreiche Jugendliche und Frauen, die zwischen Mai 1945 und April 1947 im ersten sowjetischen Speziallager in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands gestorben sind. Das Speziallager Nr. 5 befand sich in der Werksiedlung der DEKA-Werke in Ketschendorf, heute ein Ortsteil von Fürstenwalde bei Berlin. Sie wurden ohne Schuldzuweisung interniert, und starben an den Folgen der menschenunwürdigen Verhältnisse im Lager, an mangelhafter Ernährung und unzureichender medizinischer Versorgung.
Erst nach der Friedlichen Revolution konnte an das Leiden im Lager und an die Toten erinnert werden. Der Band enthält einen ausführlichen Begleittext des Historikers Andreas Weigelt, der die Gründe für das Massensterben, den Umgang mit den Toten und das Gedenken seit 1990 erläutert.

Das Totenbuch wurde von der Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf/Speziallager Nr. 5 e.V. herausgegeben und mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Bibliographie:

Andreas Weigelt
Totenbuch Sowjetisches Speziallager Nr. 5 Ketschendorf 1945 – 1947
Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf/Speziallager Nr. 5 e.V. (Hg.)
247 Seiten, Hardcover, ca. 22 cm x 30 cm
Euro 24,95,-
ISBN 978-3-88981-385-5
Wichern-Verlag, Berlin 2014

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