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Georg Schwikart
Autor Schwikart (© Knecht)

Paulus

Wie der Christenverfolger die Liebe entdeckte

Viele mögen ihn nicht. Er habe was gegen die Frauen gehabt und gegen Sex und überhaupt gegen alles, was Spaß macht. Er zeichne dafür verantwortlich, dass sich im Christentum die Gedankenkomplexe um Sühne und Opfer so breitgemacht hätten. Er sei seltsam, unzugänglich, komplex. Er könne ja als der eigentliche Gründer des Christentums betrachtet werden, nicht Jesus. Er sei ein Eiferer geblieben, seiner Lebenswende zum Trotz.

Eine Menge Urteile und Vorurteile schwingen da mit. Kann man Paulus nicht einfach ignorieren? Oder müssen wir uns an ihm abarbeiten? Paulus ist keiner, den man so eben mal mitnimmt. Er bedarf der Auseinandersetzung.

Triebfeder des Apostels ist die absolute Hingabe an Christus. Das Ausmaß seiner Begeisterungsfähigkeit mag uns Heutigen leicht unangenehm aufstoßen; wir pflegen unserem Glauben dezenter Ausdruck zu verleihen als der Mann aus Tarsus. Paulus reizt unsere Mittelmäßigkeit. Er weist hin auf Jesus, den er als einen erfahren hat, der sein Leben total umkrempelte. Die Liebe hielt er für wichtiger als den Glauben: eine Botschaft mit Sprengkraft!

Der Schriftsteller und Theologe Georg Schwikart, geb. 1964, arbeitet als freiberuflicher Publizist. Er verfasste viele Sachbücher über Glaubensfragen sowie Biografien, unter anderem über Johann Sebastian Bach und Hanns Dieter Hüsch. Schwikart lebt und arbeitet in St. Augustin. In seinem lebendigen Vortrag befreit Georg Schwikart den Apostel Paulus von vielen Klischees und Vorurteilen.

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Wichern-Verlag Berlin, Constanze Grimm
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